*________<3
Nein, hier folgen nun nicht, wie vielleicht vermutet, Gedichte, die ich selbst verfasst habe (auch wenn ich das schon des öfteren getan habe.). Vielleicht kommt das ja noch.
Aber zunächst ist dies hier eine Zusatzseite für meine Lieblingsgedichte. Jene, die mich bisher am meisten beeindruckt und berührt haben. Ich hoffe, dass sie auch dir gefallen.


In aller Stille - Dirk Bernemann

In aller Stille
Beerdige mich tief in deinem Herz
Mein Bewusstsein ist
Ein Massengrab
Was ich trug
Trage ich noch heute
Lebendig, ungeschickt.

Ich bin nicht gut
In diesen Dingen
Mit mir selbst
Wartend auf dich
Ob du kommst
Wo du bist
Die Unwissenheit
Ist ein Raubtier
Und ich ihr Opfer.

In aller Stille
Beerdige mich tief in deinem Herz
Mach einen Stein drauf
Auf dem steht
Dass es mir für immer
Anders geht.

Es fühlt sich an
Wie das Durchschreiten
Eines endlosen Tunnels
Nur meine Schritte
Die nichts wollen
Die keine Richtung
Außer Leben und
Dich
Wollen können.

In aller Stille
Beerdige mich tief in deinem Herz
Gedanken, Träume, Widerstände
Ich habe mich für dich unendlich
Leergeliebt.

Miese Gedichte hab ich geschrieben
An die Wände meines blutleeren Hirns
Die Worte sind bedeutungslos
Und unkenntlich gemacht
Geopfert habe ich mich den Umständen
Mich zu dir träumend
So schwereleicht.

In aller Stille
Beerdige mich tief in deinem Herz
Wenn du dann kommst
Und siehst, was mit Gedenken
Zu tun hat
Dann geh weiter
Und lache.

Ich rührte am Weltschmerz
An der Melancholie
Und auch am Wahnsinn
Und bin jetzt zwischen allem
Ein anderer als zuvor
Aber immer noch so
Voller Feuer und Liebe.

In aller Stille
Beerdige mich tief in deinem Herz
Dann kann ich in dir verwesen
Und das Geschenk meiner Liebe
Als endgültig verweigert wissend
Einsam weinen.

Ich lebe Tage
wie nur Tiere es sonst tun
Deine neue Frisur steht dir wirklich gut
Es ist klein und es ist mein Wille
Beerdige mich tief in deinem Herz
In aller Stille.

Je t'aime beaucoup
Aber alles, was ich äußern kann
Ist leise.


Kleines Solo - Erich Kästner

Einsam bist du sehr alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Träumst von Liebe. Glaubst an keine.
Kennst das Leben. Weißt Bescheid.
Einsam bist du sehr alleine -
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

Wünsche gehen auf die Freite.
Glück ist ein verhexter Ort.
Kommt dir nahe. Weicht zur Seite.
Sucht vor Suchenden das Weite.

Ist nie hier. Ist immer dort.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Sehnsucht krallt sich in dein Kleid.
Einsam bist du sehr alleine -
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

Schenkst dich hin. Mit Haut und Haaren.
Magst nicht bleiben, wer du bist.
Liebe treibt die Welt zu Paaren.
Wirst getrieben. Mußt erfahren,
daß es nicht die Liebe ist ...
Bist sogar im Kuß alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Gehst ans Fenster. Starrst auf Steine.
Brauchtest Liebe. Findest keine.
Träumst vom Glück. Und lebst im Leid.
Einsam bist du sehr alleine -
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.
Gratis bloggen bei
myblog.de